Spilbrinkstraße 4
| Spilbrinkstraße 4 | |
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51.7695057.893894 Koordinaten: 51° 46′ 10″ N, 7° 53′ 38″ O
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| Anschrift | Spilbrinkstraße 4
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| Baujahr | 1909 |
| Ursprüngliche Nutzung | Zweifamilienwohnhaus |
Das Gebäude Spilbrinkstraße 4 ist ein 1909 errichtetes Wohnhaus in Ahlen. Das ursprünglich als Zweifamilienwohnhaus gebaute Gebäude ist ein weitgehend erhaltenes Beispiel gehobenen bürgerlichen Wohnens aus der späten Kaiserzeit.
Geschichte
Das Haus wurde 1909 für einen Herrn Rosengärtner als Zweifamilienwohnhaus errichtet.[1]
Es entstand freistehend innerhalb eines Gartengrundstücks. Ursprünglich war auch der Vorgarten durch eine Einfassung begrenzt, die heute jedoch nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form erhalten ist.[1]
Architektur
Das zweigeschossige verputzte Wohnhaus steht auf einem hohen Kellersockel aus Grünsandstein und besitzt ein teilweise ausgebautes Dachgeschoss.[1]
Das Gebäude wurde in Formen des späten Historismus gestaltet. Seine grundsätzlich einfache Bauform mit Satteldach wird durch verschiedene Vorbauten aufgelockert.[1]
Als Hauptschauseite war die südöstliche Diagonalansicht vorgesehen, die sich einem von der Warendorfer Straße kommenden Betrachter darbietet. Die von dort sichtbaren Giebel wurden jeweils mit einem Krüppelwalm versehen.[1]
An der östlichen Seitenfront befindet sich im Obergeschoss eine Kartusche mit der Jahreszahl 1909. Darunter ist ein zweizeiliger Sinnspruch angebracht.[1]
Inneres
Der Zugang zum Gebäude erfolgt über eine Vortreppe zu einem gegenläufigen Treppenhaus, das in einem Vorbau an der rechten Seitenfront untergebracht ist.[1]
Die Wohnungen im Erd- und Obergeschoss werden jeweils über Stichflure erschlossen, die durch verglaste Türen vom Treppenhaus getrennt sind.
Zur Vorderseite befinden sich in beiden Geschossen jeweils zwei größere Wohnräume. Einer dieser Räume wird jeweils durch einen Erker hervorgehoben. Die Wohnräume besitzen Stuckdecken. Zur Rückseite schließen sich Schlafzimmer und Küche an.[1]
Bemerkenswert ist der Erhaltungszustand der historischen Innenausstattung. Nach Angaben der Denkmalbehörde sind unter anderem Etagen- und Zimmertüren, Stuckdecken sowie wesentliche Teile des Treppenhauses erhalten geblieben. Dazu gehören das Geländer sowie Fliesen an Boden und Wänden.[1]
Denkmalschutz
Die Untere Denkmalbehörde bewertet das Wohnhaus als bedeutend für die Geschichte der Menschen in Ahlen.
Der Denkmalwert ergibt sich insbesondere aus den weitgehend erhaltenen inneren Strukturen und Ausstattungsdetails. Das Gebäude vermittelt dadurch ein anschauliches Bild eines gehobenen bürgerlichen Wohnhauses der späten Kaiserzeit.[1]
Quellen
- Stadt Ahlen, Untere Denkmalbehörde: Jahresbericht 2012.

